Samstag, 8. Juni 2013

Kurvenfieber

Seit ich mit der Suunto Ambit unterwegs bin, sitze ich nach einem Lauf wieder deutlich mehr vor dem PC als früher.
Der Grund dafür sind die vielen Kurven und Werte, welche aufgezeichnet werden und teilweise berechnet werden. Neben Herzfrequenz, Strecke mit Profil, Pace werden auch der Verlauf von Werten wie EPOC, VO2, Atemfrequenz, PTE ausgewiesen.


Natürlich ist eine solche Datensammlung erst einmal beeindruckend.
Doch wofür stehen die einzelnen Bezeichnungen?
Wie sind diese Werte zu interpretieren?
Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Und als erstes stimmen diese Werte überhaupt?

Bei vielen Läufen habe ich festgestellt, dass die Messwerte von Puls bei mir die ersten 5 bis 7 Minuten überhaupt nicht stimmen können. Der Puls wird stehend noch  korrekt angezeigt (ca 50 - 60 S/min).
Doch kaum laufe ich los, schnellt dieser Wert in die Gegend von 170 S/min. Dass dies unmöglich sein kann, sagt mir nicht nur mein Körper, sondern auch die einmalige Kontrollmessung mit einer 2. Pulsuhr.
Zuerst habe ich gedacht, dass es ein Problem der Handhabung ist. Doch mit auch mit feuchtem, nassem, leicht feuchtem oder halb nassem Gurt, dasselbe Resultat. Auf meine Anfrage beim Supportteam von Suunto habe ich den Rat erhalten, die Batterie auszuwechseln. Dies hat nicht geholfen. Deshalb habe ich einen HW-Fehler vermutet. Suunto hat bereits angekündigt mir einen Austauschgurt zu senden. Toller Service!
 
Allerdings habe ich wohl doch einfach den Gurt nicht richtig angezogen. Seit ich nämlich statt den Gurt meine Haut mit Wasser anfeuchte, sind die Messwerte auch am Anfang korrekt.

Zur Genauigkeit der Messwerte habe ich noch Fragen. Darüber habe ich in den Ambitunterlagen keine Angaben gefunden. Aus andern Suunto-Handbüchern habe ich entnommen, dass bei den Werten für EPOC, Atemfrequenz mit einer Ungenauigkeit von ca. 5 - 10 %  gerechnet werden muss.
Mir ist aufgefallen, dass der Energieverbrauch beim Laufen bei Suunto deutlich tiefere Werte aufweist als mit meiner bei Polar S625X.
Direktvergleich beim selben Lauf (ca 40 min): Suunto 367 kcal, Polar 451 kcal!
Diese Abweichung ist recht beträchtlich und für mich nicht erklärbar. Welcher Wert besser stimmt kann ich nicht beurteilen.

Aber eigentlich ist dies ja völlig unwichtig. Schliesslich laufe ich nicht um kcal zu verbrennen, sondern ich verbrenne kcal, weil ich laufe.

So lasse ich die Kurven für heute sein und berichte über die Steuerung der Trainingsintensität mit Suunto Ambit und Movescount.com ein anders Mal.

NACHTRAG:  Ich muss hier korrigieren. Auch diese Methode scheint nicht immer zu helfen, wie mein letzter Lauf zeigt.

Samstag, 1. Juni 2013

 Helsana Trail Winterthur Brühlberg



Mein nächster Event: SWISSMAN Xtreme Triathlon Special Edition


Ich werde am 22. Juni SWISSMAN Xtreme Triathlon (3.8/180/42km) teilnehmen. Nein - natürlich nicht als Teilnehmer, dazu wäre ich gar nicht in der Lage. 

Ich darf dort als Helfer agieren und kann so auch an diesem heiss begehrten Anlass teilhaben. So standen den gut 50 Startplätzen der ersten Austragung bei der Verlosung im November mindestens 350 interessierte Athleten gegenüber. Auch zukünftig werden die 250 Startplätze wohl nie für alle interessierten Teilnehmer ausreichen. 

Der SWISSMAN Xtreme Triathlon wurde von erfahrenen Triathleten und Mitgliedern der Finishers Winterthur aus der Taufe gehoben und wird dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführt. 

Dieser Triathlon wird wohl genauso exklusiv wie der Norseman oder der CELTMAN!  und bietet den Athleten nicht nur eine hohe sportliche Herausforderung, sondern auch spektakuläre Landschaften und ein intensives Gruppenerlebnis mit der Übernachtung am Fusse des Jungfraugletschers. 

Zum Schwimmen wird um 5 Uhr auf der tropischen Brissagoinsel gestartet. Die Velostrecke führt von Ascona über die Pässe Gotthard, Furka und Grimsel nach Brienz vorbei an diversen Highlights wie z.B. Tremola, Rhonegletscher. Zum Schluss führt die Marathonlaufstrecke in alpines Gelände auf die kleine Scheidegg. Mehr dazu im genialen Trailer.

Zwar ist die Strecke heute aufgrund winterlicher Verhältnisse noch immer nicht befahrbar, doch wird sich dies in den kommenden Wochen bestimmt ändern. Ich freue mich, auf die SWISSMAN Xtreme Triathlon Special Edition 2013. 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Nass aber glücklich

Nun bin ich also soweit, dass ich auch wieder in einer Gruppe mitlaufen kann. Das gestrige Dienstagabend-Training der Finishers Winterthur mit 1 km Läufe in individuellem Tempo war perfekt für meinen Einstand.
Ich habe mich den ganzen Tag auf das Training gefreut und das aufziehende Gewitter konnte mich nicht von der Teilnahme abhalten.
Exakt zum lockern einlaufen begann es zu regnen und beim Start zu den 1 km Runden goss es in Strömen. Blitz und Donner gaben das Startzeichen.
Ich bin recht verhalten gestartet und mit 5:14 am Ziel angekommen, schliesslich sollte jeder Kilometer 15 bis 20 s schneller absolviert werden. Meine Zeiten 5:05, 4:55 und zum Schluss 4:28.
Die Hühnerhaut auf der Schlussrunde rührte aber nicht daher, dass ich inzwischen total durchnässt war, sondern einfach weil es toll war, in einer Gruppe zu rennen.
Daten und Strecke

Samstag, 25. Mai 2013

Laufeinstieg geglückt

Nach der langen Auszeit seit letzten Sommer musste ich feststellen, dass mit dem Einstieg wieder regelmässig zu laufen äusserst schwer tat. Immer wieder habe ich es geschafft, geplante Einheiten ausfallen zu lassen. Meine Verunsicherung, dass es die Entzündung der Archillessehne wieder akut werden könnte, hat das Überige beigetragen.

Lange war es so, dass ich mir vermutlich auch mit der kürzesten Einheit in alter Manier zu viel zugemutet habe. Das Einsteigerprogramm von runningcoach hat mich dazu veranlasst, die Intensität deutlich zu reduzieren und seit ich mir vor ca. 1 Monat meine Erkenntnisse  in einem Blog vor Augen führte, ist es wirklich aufwärts gegangen.
Am letzten Montag habe ich mich an eine längere Strecke gewagt und war annähernd 2 h unterwegs. Nachher hatte ich zwar müde Beine  und am nächsten Morgen hat es beim Aufstehen am Fersen leicht gezwickt. Doch war meine Sehne zu keinem Zeitpunkt druckempfindlich. Meine Hoffnung wieder einmal einen Marathon zu laufen, hat sich in eine ernsthafte Absicht verwandelt.

Im vergangenen Monat ist mir auch bewusst geworden, dass längst vergessen habe, welche Leistung hinter diesem Vorhaben steckt. Mich aus einem gut trainierten Zustand auf 240-minütige Marathonfähigkeit zu bringen, war eigentlich nur noch Routine. Ich vertrat die Meinung, dass ein solcher Marathon keine grosse Sache ist.
Heute würde ich dies nicht mehr so verniedlichen. Für mich liegt wieder fast ein so weiter Weg vor mir, wie das erste Mal.

Im nächsten Monat werde weiter an der Ausdauer arbeiten und mich wieder ab und zu in ein Lauftraining der Finishers Winterthur wagen.