Sonntag, 21. April 2013

Gondo Event

In den letzten Tagen habe ich wieder die Ausschreibung für den Gondo Event erhalten. Natürlich bin ich Realist genug und weiss, dass ich dieses Jahr für eine Teilnahme nicht genug fit bin.
Trotzdem musste ich mir die beiden Etappen wieder einmal im 3D-Flug zu Gemüte führen (3DFlug Etappe 1, 3DFlug Etappe 2)
Doch motiviert mich diese Ausschreibung, meinen Laufeinstieg konsequent weiter zu treiben. Diesen Lauf möchte ich unbedingt wieder machen können.



Freitag, 19. April 2013

Lauftipps für Einsteiger

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich nochmals so weit komme, dass ich aus aktueller Praxis als Laufeinsteiger über Erfahrungen und Erkenntnisse berichten kann (resp. muss!!).

Doch ist dies nach der langen Enthaltsamkeit tatsächlich so. Ich bin ein  Laufeinsteiger und habe zum Teil dieselben Fehler wie vor 10 -12 Jahren wiederholt. Lange bin ich einfach nicht richtig
vom Fleck gekommen.
Das Wetter, fehlender innerer Antrieb und das Ausbleiben des Flows beim Laufen haben immer wieder zu Laufpausen geführt. Zwar war der Wunsch wieder zu laufen da, doch statt wie früher einfach die Schuhe zu schnüren und los zu laufen, habe ich ich rumgehadert, bis es für einen Lauf zu spät war.  Ein Einstieg zum Laufen ist so ein fast sinnloser Krampf.

Ich muss mir die wichtigsten Tipps für Laufeinsteiger selber immer wieder vor Augen führen:
  1. Laufe ganz ganz langsam
  2. Steigere zuerst die Häufigkeit; besser 3 - 4 kurz, als  nur 1 - 2 x etwas länger.
  3. Lege dir einen Wochenplan zu. Ich habe mich am Einstiegsplan von running coach  orientiert. Dazu kann ich nur sagen: Wer diesen Plan umsetzt, hat sicher Erfolg.
    Ich war überrascht, wie viele zusätzliche Informationen und tolle Übungen hier zur Verfügung stehen. Wie sich dieser Plan dynamisch an meine Fortschritte anpasst, habe ich aber (noch) nicht ausprobiert.
  4. Jedes Training kann verschoben werden (z.B. zu früh, zu spät, zu kalt zu warm, zu nass etc.) aber keine Einheit darf ausgelassen werden.
  5. Zwar am Schluss dieser Aufzählung, aber auch wichtig: Lächeln bei Laufen!!

Nach diesen Grundsätzen laufe ich nun endlich seit 3 Wochen 3 x zwischen 30 und 45 min. Mit jedem Mal macht es mir mehr Spass, der Genussfaktor ist am steigen. Jetzt hoffe ich, dass meine Archillessehne weiterhin so brav mitmacht. So kann ich mich bald wieder zu den Läufern zählen.

In einige Wochen sollte ich auch so weit sein, dass ich einmal einen fundierten Bericht über meine beiden neusten Test-Schuhe, den Addidas boost und den Puma Faas V2, schreiben kann.
Aktuell wähle ich zur Zeit Schuhe mit möglichst grosser Sprengung. Ich bilde mir ein, dass dies für meine Archillessehne schonender ist.

Freitag, 22. Februar 2013

Fun towerrun mit Adidas boost

Eigentlich ist es ja unsinnig, nach einer mehrmonatigen archillessehenbedingten Laufpause statt im Flachen mit einem Treppenlauf zu beginnen. Doch die Gelegenheit noch vor dem offiziellen Verkaufsstart (27.2.2013) das neue Boost Material von Adidas am Fuss zu spüren, liess mich die Vernunft zur Seite schieben. Das neue Dämpfungsmaterial Adidas Boost wird als erstes bei einem gleichnamigen Trainingsschuh eingebaut. Doch ist vorgesehen, das Boost-Matarial auch als Zwischensohle in den bisherigen bekannten Wettkampf- und Trainingsschuhen einzusetzen.


Guido erklärt den neuen Schuh
Die Präsentation der Adidas Fachleuten lässt die Spannung steigen. Alle wollen den bequemen, komfortablen, Laufschuh mit hohem Energierückgewinnungsfaktor und Haltbarkeit am Fuss spüren.
Infos zum Beispiel im Blog von runing coach.

 
Der Schuh passt und fühlt sich am Fuss gut an. Das Obermaterial hat keine Nähte und erinnert mich stark an den adizero.
Nach einem Warmup wird gestartet, nachdem man in der Menge den Patner mit dem gleichen Memorybildchen gefunden hat. Mein Partner und starten relativ früh und ich versuche meinem Partner zu folgen.
Das Ziel ist der 14. Stock die Zahl der Stufen wird mit 283 angegeben.
Doch rasch sind 2 oder 3 Mitläufer/innen zwischen uns und anfangs ist an ein Überholen nicht zu denken. Erst nach dem 3. oder 4. Stock werden die ersten vor mir langsamer und machen Platz. Doch als ich die Lücke zum Überholen nutzen will, werde ich von einem stärken Läufer von hinten leicht angerempelt, komme aus dem Tritt und erhalte nach dem Stolpern dessen Fersen ins Gesicht.
Ich muss also kurz anhalten und meine Brille suchen, bevor ich weiter laufen kann. Zum Glück bin ich damit weg vom ersten Pulk und kann das restliche Stück zum Ziel recht ungestört zurücklegen. Leider geht viel zu schnell. Als ich mich orientiere bin ich bereits bei Stock 12 und schwupps bin ich im Ziel.

Das Bild zeigt, dass es auch bei einem Funrun durchaus zur Sache geht. Diese Szena hat sich aber wohl abgespielt, als ich bereits unterwegs war.


Der Lauf war so intensiv und ich musste mich so stark auf das Laufen konzentrieren, dass ich noch keine Aussage über die Wirkung der neuen Zwischensohle machen kann. Doch habe ich vor, dieses Wochenende wieder einmal einen vorsichtigen Einstieg ins Laufen zu wagen und dabei die auch gleich die neuen Schuhe zu testen.

Nach dem Lauf ging es zum gemütlichen Teil mit feinen Häppchen und angenehmen Gesprächen.

Spannend waren zum Beispiel Hugos Schilderungen von Dubai-Marathon.





Montag, 18. Februar 2013

nächster Event

Letzte Woche war Skifahren angesagt. Bei meiner letzten Archillessehnenentzündung vor 3 Jahren waren die Skiferien auch gleichzeitig der Start zum Wiedereinstieg. So bin ich damals jeweils nach dem Skifahren jeweils noch einmal von der Bergstation ins Tal gelaufen. 
Eigentlich hatte ich dasselbe dieses Jahr vor. Doch schien mir diesmal die Strecke zu lang. Nun habe ich aber eine Einladung zu einem Kurzevent erhalten, welche ich diese Woche wahrnehmen werde.

Mehr dazu in meinem nächsten Bericht.

Sonntag, 20. Januar 2013

Alternativen zum Laufen: Mentaltraining

Noch immer kann ich nicht laufen. Meine Sehne will dies einfach nicht zulassen und bestraft meine sachten Versuche nach kurzer Zeit mit Schmerzen.
Deshalb lasse ich das Laufen und damit ruht auch dieser Laufblog. Schliesslich will ich hier über schöne Lauferlebnisse und tolle Laufrouten berichten und nicht mein Handicap beklagen.

Dennoch konnte ich kürzlich wieder einmal Lauflust schnuppern. finishers Winterthur, mein Club für Ausdauersport hat einen 1 1/2-tägigen Kurs mit dem Thema MentalTraining angeboten. Das Programm sprach mich sofort an und der Referent, Mentaltrainer und Ultratriathlet Daniel Meier liess erwarten, dass ein fundierter Praxisbezug zum Ausdauersport garantiert ist.

Meine Assoziation bei mentalem Training war in erster Linie die mentale Stärke an der Grenze. Dass dank mentalen Methoden aber auch das Optimum im Leistungsbereich auch abgerufen werden kann, habe ich weniger wahrgenommen.

Schwerpunkte des ersten Abends:
- Wie nehme ich hauptsächlich wahr (Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tasten)
- Mentale Methoden (Visualisieren, Selbstgespräche, Kontrollraum, Gedankenstopp, Rituale, etc.)

Am Samstag waren die Schwerpunkte in praktischen Übungen und im Austausch in der Gruppe z.B. Wo ist die Grenze? Eine Frage, welche im Ausdauersport nicht einfach zu beantworten ist.

Ich bin wieder klarer über meine Alternativen an der Grenze:
- Weitermachen: Konsequenzen?
- Aufhören: Was geschieht dann?
- Intensität reduzieren: Eine Option?
Ich muss mich klar für eine Alternative entscheiden. Reduziere ich nur das Tempo, hänge aber noch immer am Zeitziel, werde ich scheitern. 

Wie unterstütze ich mich an der Grenze? Wie kann ich Alternativen sehen, wie kann ich mir Reize setzen, welche mich aufbauen?
für mich passende Methoden:
- Psychoregulation, d.h. Lenken der Gedanken mit Bildern (wenn ich kühl habe, stelle ich mir eine Flamme vor, wenn ich kalt habe, ein Feuer und wenn ich friere einen Vulkan)
- Ändern des Fokus (z.B. statt auf dem zwickenden Knie, Konzentration auf den Laufstil, satt das ferne Ziel, die nächste Verpflegung)
- Kraftsätzen wie z.B. Run, Forest, run.Hier hat mich beeindruckt, wie mit ein solcher Satz x-fach potenziert wird, wenn er noch mit einer entsprechenden Filmsequenz hinterlegt wird.
Wichtig ist Kombination von Kraftsätzen mit inneren Bildern, Handlungen (z.B. Fingerschnippen), Musik, Rythmus etc.
Erkannt habe ich auch, wie wichtig es ist, sich eine mentale Ordnung zu schaffen, zumal im Grenzbereich die klaren Gedanken nicht unbedingt vorherrschen.

Mit dem Formulieren der Ziele aus verschiedenen Gesichtspunkten (Erfolg, Prozess, Leistung) ergeben sich zudem Möglichkeiten zur Fokus Verlagerung in kritischen Phasen.
Selbstgespräche begleiten wohl jeden Ausdauersportler. Dies birgt Gefahren und Chancen. Wenn ich mir einrede, dass ich leide wie noch nie, wirkt dies Leistungsmindernd. Kann ich dies jedoch in einen positiven Satz umformen, z.B. Ich erlebe im Moment Einmaliges, breche ich eine solche Abwärtsspirale.

Auch aus den Gruppengesprächen sind viele zusätzliche Inputs entstanden. Bisher habe ich wohl hauptsächlich Selbstgespräche geführt und meine Läufe mittels Drehbuch geplant und strukturiert. Dank diesem Seminar habe ich ganz neue Möglichkeiten entdeckt.

Ich werde meine erzwungene Laufpause nun auch dazu verwenden, mein Repertoire zu vergrössern und mir gezielt und systematisch einige Bilder und Sätze mit Musik und Filmsequenzen zu hinterlegen. Mentale Mittel lassen sich nicht einfach von andern übernehmen, sondern sind ins eigene Wertschema und in die eigne Empfindungswelt zu übertragen.

Wenn ich mir jeweils Empfindungen im Grenzbereich hervor holen musste, habe ich oft an den Nachtmarathon in Biel gedacht. Mit meinem Wissen nach diesem Kurs und den nun notwendigen Übungen und Vorbereitungen habe ich ein grosses Potenzial eine solche Grenzsituation ganz anders zu meistern.

Wer weiss, vielleicht ist mein nächster Marathon Biel? Im 2010 war dies auch mein erster Marathon nach meiner ersten sehnenbedingten Auszeit.


Zum Schluss den für mich wichtigste Satz aus diesen 1 1/2 Tagen: Mentale Stärke bringt Ruhe! Dies hilft nicht nur in kritischen Wettkampfmomenten, sondern auch in vielen Alltagssituationen.