Sonntag, 4. März 2012

Longjog am Samstag

Diese Woche war mein Longjog ausnahmsweise am Samstag statt am Donnerstag. Da ich am Samstagmorgen erst ganz kurz vor 08:00 erwache und mein nächster Termin bereits um 11:00 ist, muss alles schnell gehen.
In die Laufkleider und in Glas Apfelsaft runterstürzen. Stirnband, Handschuhe, einen Riegel und mein 0,275 dl Trinkfläschchen in die Taschen. 20 Minuten nach dem Aufwachen laufe ich steif und staksig los.
Die Morgestimmung passt zu meinem Befinden - noch leicht neblig.

Schon bald vertreibt die Sonne die letzten Nebelfelder und  nach einigen Kilometer fühlt sich mein Lauf runder und lockerer an. Ich finde zu meinem Wohlfühltempo und laufe mit etwa 80 % vom Maximalpuls mit einer geschätzten Pace von knapp unter 6min/km. Meine Polar S625X zeigt wieder einmal eine viel zu schnelle Pace an, da ich die Uhr mit meinen Mizuno Precision Schuhen geeicht habe und ich heute aber Brooks Glycerin trage.
Früher habe ich mich mit solchen Dingen länger aufgehalten. Heute schaue ich mehr auf Puls und statt die Anzeigen der Laufgadgets bestimmt das aktuelle Befinden mein Lauftempo.

Ich laufe eine Strecke, welche wohl für viele Winterthurer eine Standardstrecke für die Vorbereitung auf flache Marathons gehört. Bei Vogelgezwitscher, blauem Himmel und den letzten Spuren des Winters vergeht die Zeit im Flug.
Viel früher als mir lieb ist, muss ich wieder umdrehen. Fluss abwärts geht es etwas schneller. Auch fühle ich mich durch die fortschreitende Zeit gedrängt, zusätzlich noch etwas Tempo zu machen. Jetzt fällt mir das laufen nicht mehr ganz so leicht und ich bin froh, als ich endlich den Brunnen am Reitplatz erreiche. Ich brauche etwas zu essen. Gerade als ich in das Gehen wechsle, läutet mein Telefon. Ich bin ganz froh, dass dadurch einige Minuten Zusatzerholung erhalte und nehme deshalb den Anruf entgegen.
Als mein Blick beim Aufreissen der Riegelverpackung auf das Ablaufdatum (02/2008!!) fällt, stecke ich das Dinge trotz beginnender Unterzuckerung ungeöffnet wieder in die Tasche. Kein unnötiges Risiko. So müssen halt Wasser als Verpflegung reichen.
Statt am fossilen Riegel beisse ich meine Zähne also an den letzten Kilometer zurück ins Stadtzentrum aus.

Kommentare:

  1. Sag einfach, wenn Du wieder mal einen Pausenanruf nötig hast :-)
    Gruss, Marcel

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    1. Ja, gerne. Allerdings ist es höchst unüblich, dass ich überhaupt ein Telefnon beim Laufen dabei habe.
      Grüsse Martin

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