Sonntag, 19. Dezember 2010

Wintertraining

Das geniale Winterwetter passt zu meinem derzeitigen Trainingszielen. Erlauben doch die Verhältnisse eh nur Läufe im tiefen Pulsbereich. Schnelles Tempo würde nur die Verletzungsgefahr erhöhen. 

Am Di. konnte ich wieder einmal Dienstagstraining der Finishers teilnehmen. Beim 1-stündigen lockeren Dauerlauf im Eschenberg war natürlich der Silvesterlauf ein wichtiges Thema.

Für
Do. habe ein 1 1/2-stündiger Lauf im coupierten Gelände mit Finishers im Lauftagebuch fest gehalten.

Am Sa. habe ich zum ersten Mal meine Yaktracks ausprobiert. Diese Schneeketten machen das Laufen im Schnee viel sicherer und ermöglichen noch mehr Genuss dieser besonderen Laufverhältnisse. Chris hat vor kurzem darüber berichtet. Ich kann seine Erfahrung hier nur unterstreichen. Allerdings bin ich mal gespannt, wie lange die Dinger halten. 

Am Sonntagmorgen nochmals ein Genusslauf mit Yaktracks. Zudem habe ich erfahren, dass ich als Testläufer für den Snow-Walk-Run in Engelberg auserkoren worden bin.  Ich darf am 19.2.2011 zu einem Halbmarathon im Schnee starten! Da sind diese Yaktracks exakt das Richtige. 

Nun freue ich mich auf das Highlight in Februar. Ein Halbmarathon im Schnee mit 250 m Aufstieg verspricht ein besonderes Lauferlebnis und zwar unabhängig vom Wetter. Auch passt diese Veranstaltung sicher gut in mein Marathonvorbereitungsprogrammes und bildet den Abschluss der ersten Hälfte, wo eher Ausdauertraining angesagt ist.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Silvesterlauf 2010

Der Silvesterlauf 2010 war meine Premiere für einen Lauf unter 21.1 km in meiner läuferischen Laufbahn (zu mindest in der 2. Lebenshälfte).
Das Studium der Startlisten hat mich etwas verunsichert. Einige meiner schnelleren Läuferkollegen haben sich in der Kategorie 40 - 48 min angemeldet, während ich mich für die Kategorie 32 - 40 min entschieden habe. Doch aufgrund meiner 5 km Zeit von gut 22min schienen mir 40 min realistisch. Oder stellen die Steigungen und vielen Ecken doch ein grösseres Handicap dar?

Auf den Lauf habe ich mich nicht vorbereitet. Die wöchentlichen Dauerläufe von 1,5h am Donnerstag mit den Finishers sowie von knapp 2h am Sonntagvormittag, während mein Töchterchen jeweils an den Proben zum Krippenweihnachtsspie teilnahm, sind wohl nicht ganz das Richtige.
Als Vorbereitung habe ich aber am heutigen Sonntag den 2-Stünder ausfallen lassen und  habe die Zeit stattdessen mit dem Bike mit kurzen Downnhills sowie knackigen Steigungen vertan.

Bei der Startnummernausgabe in Zürich waren Marcel und ich deutlich zu früh. In der alten Börse ging alles sehr effizient und reibungslos über die Bühne. Deshalb haben wir uns auf einem Sofa niedergelassen und die Stimmung der Minimesse reingezogen. Für der Höhepunkt sorgte die Security, welche einem Westschweizer Läuferkollegen sehr bestimmt darauf hinwies, dass es ungehörig ist, ausserhalb der Umkleideeinrichtungen die Jacke aus zu ziehen. Als sich unser sympathische Westschweizer die Bemerkung erlaubte, dass er nur die Jacke ausziehen möchte, war die Reaktion der Aufsicht total unangebracht und sicher nicht geeignet die Security zu erhöhen. Leider konnten wir unserm Westschweizer die Stadtzürcher Usanzen auch nicht exakter erklären.

Etwa 30 min vor den Start haben wir am Bürkliplatz das Gepäck deponiert und uns sehr seriös warm gelaufen. Um 15:00, 5 Minuten vor dem Start, sind wir im Startraum zu aller hintertst angestanden. Nach dem Startschuss passierte lange Zeit gar nichts und wir haben uns viel Zeit gelassen, bis wir über die Startmatte gelaufen sind. Dabei ist eine gute Lücke zwischen uns und dem Feld entstanden. Diese hat sich dann aber nach der Münsterbrücke rasch geschlossen.
Auf dem Limmatquai konnte ich meine Zielpace von 4min40 rasch einstellen und bis zur Uraniabrücke lief ich relativ gut im Pulk. Ab da begannen die ersten Läufer/innen schon deutlich langsamer zu werden und ich versuchte meine Pace zu halten, ohne dabei viel Energie beim Überholen zu verlieren. Auf den ersten beiden Runden musste ich das Tempo am Rennweg und auf der Bahnhofstrasseoft nach meinen Mitläufern richten.

Neben meiner Pace von 4:40 hielt ich auch immer meinen Puls im Auge. Ich bemühte mich, diesen immer unter 95 % zu halten und nur bei der Urania Steigung zu überschreiten.

Kurz nach der Uraniasteigung in der 2. Runde wurde ich bereits vom ersten Spitzenläufer überrundet. Damit habe ich zwar gerechnet, dass dies aber schon nach 1,5 Runden der Fall sein würde, hat mich doch sehr überrascht. Hier liegt wohl auch eine der grossen Schwächen des Silversterlaufs. Schnelle Läufer, welche nicht in die Elite eingladen werden, kommen relativ rasch in diese unangenehme Situation. Es sind bestimmt mehrere 100 Läufer, welche ihr Lauftempo nicht durchziehen können.

Für mich aber verlief der Lauf störungsfrei und nach Zeitplan. Mehrheitlich war ich leicht schneller als meine Umgebeung und wurde ganz selten überholt. Im Auge behielt ich stets meinen Puls.

Erst in der 2. Hälfte der letzten Runde musste ich mir eingestehen, dass ich doch noch etwas von den Kräften, welche ich am Morgen beim Biken vertan habe, nötig hätte. In den Steigungen stieg nun mein Puls bis 99 %. Ich erreichte meine 4:40 nicht mehr mit 95 % Puls und wurde etwas langsamer. Trotzdem war ich mehrheitlich am Überholen. Nur zu einem Schlussspurt reichte es mir nicht mehr und musste mich überholen lassen. Sicher fehlte mir aber einfach auch die innere Härte um das Letzte zu geben.

Die Zielpace von 4min40 konnte ich halten. Doch meine Zielzeit von 40 min habe ich um 14 s verpasst! Das nächste Mal muss ich die Pace wieder mit einem Rechner statt im Kopf ausrechnen.

Ein gelungener Lauf war es trotzdem alle Mal und es hat mir echt Spass gemacht wieder einmal fast eine 1/2h am Limit zu laufen.

Nach einem Blick auf die Rangliste bin ich mit dem Resulat mehr als zu frieden. Es ist für mich das erste Mal, dass ich im ersten Viertel einer Rangliste zu finden bin!

Sonntag, 28. November 2010

tolles Laufwetter

Am Sonntag vor zwei Wochen war die Temperatur knapp 20 °C und in der Sonne habe ich mir meine kurzen Laufhosen gewünscht. Eigentlich ein Lauffeeling wie im Sommer.

Ein Woche später Novemberstimmung pur. Der dichte Nebel hüllt alles ein. Schemenhaft tachen Spaziergänger, Biker und Läufer auf um gleich wieder zu verschwinden.

Gestern Winterstimmung total. Die Sonne drängt aus dem Hochnebel und zeigt den Winterwald in schönster weisser Pracht.

So erlebe ich dies sonst nur nach einer Fernreise. Diesmal aber alles von zu Hause aus. Finde ich total toll.

Dienstag, 9. November 2010

Zum Rücktritt von Haile Gebrselassie

Laufen mach glücklich!
Diese Botschaft von Haile Gebrselassie möchte ich auch in meinen Blog festhalten.

Sonntag, 7. November 2010

Wellness ist nun angesagt.

Letztes Wochenende war ich mit Marcel am Luzern Marathon. Dieser hat mir ziemlich vehement widersprochen, als ich nach kurz dem Marathon unser Laufverhalten eher dem Wellnessbereich zugeordnet habe.

Für diese Woche stimmt die Bezeichnung Wellnessjogger aber bestimmt!
Meine Beine haben sich sehr rasch wieder erholt. Dies ist bestimmt meiner langen Laufzeit zu zuordnen. Teilweise führe ich es auch auf meine Stützstrümpfe resp. Kompressionssocken (klingt doch dynamischer!) zurück. Auch ich sehe damit zwar Scheisse aus. Aber ich habe meine Hemmung das erste Mal in Biel (damals bei Nacht!) überwunden und in Luzern ganz abgelegt.
diese Fusstellung und diese Socken!! (Zieleinlauf Luzern)
Bis Donnerstag war sportlich gesehen Ramadan. Am Freitag habe ich mich auf einer lockeren Bikerunde ins Wochenende bewegt. 
Bikerunde zum Wochenendstart


Meine erste lockere Runde laufe ich am Samstagmorgen am Brühlberg. Ich liebe das Geräusch beim lockeren Trab im Herbstlaub. 7,5 km, 0h48, Aufstieg 105 m

Für die 2. Einheit am Samstag habe ich dann wieder das Bike benutzt. Zuerst ein Abstecher bei Heiner und Corinne vom Stopandgo, wo ich die perfekten Bike-/Schlittschuh-/Velohandschuhe gefunden habe. Dann  vorbei am Sternenweiher und Reitplatz über den Gamser gefahren bin, um dann über Singletrails und Treppen flowig in die Stadt und ins Neuwiesenquartier Stadt zu cruisen.  

Am Sonntagmorgen bin ich wieder in gemütliche Runde der Nase nach durch die stadtnahen Wälder gelaufen.
11.5 km; 1h10; Aufstige 110 m

Am Sonntagnachmittag habe ich trotz Regen nicht Viktor Röhtlins Lauf in New York verfolgt, sondern bin mit dem Bike nochmals frische Luft.


Bis Ende Jahr werde ich nun nach Lust und Laune im lockeren Ausdauertempo Lauflust pur geniessen. Ich freue mich darauf.

Damit ich zwischen durch einen guten Grund habe auch mal schneller zu laufen, habe ich mich noch mit einem Gratis-Start zum Silvesterlauf gemeldet.Dieser Lauf ist für mich insofern eine Premiere, dass ich in meiner läuferischen Laufbahn noch nie zu einem Lauf unter Halbmarathon gestartet bin.

Einem Laufplan unterwerfe ich mich aber trotzdem erst wieder ab kommenden Januar. So habe ich nun eine lange Laufphase just 4 Wellness vor mir.